29.04.08 CDU Fraktion im Gespräch mit Jugendlichen zum Thema Jugendarbeit/-Konzept in Syke

Syke arbeitet an einem neuen Jugendkonzept nur leider ohne Beteiligung der Jugendlichen. Die CDU Fraktion sprach am gestrigen Abend mit den „eigentlichen Nutzern“ des Jugendkonzeptes, nämlich den Jugendlichen selbst. Die CDU Fraktion hatte Jugendliche eingeladen um gemeinsam an den Zielen der Jugendarbeit für die Stadt Syke zu arbeiten.

Gäste waren neben den Jugendlichen und dem Jugendpräventionsrat JO, auch Vertreter der Jungen-Union Nordkreis, Landtagsabgeordneter Frank Mindermann, die ehemalige Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrätin Ulrike Schröder und als besonderer Gast die Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landtages, Frau Astrid Vockert.

Bildquelle: Kreiszeitung

Bereits im Dezember fand bei einem Besuch des Jugendpräventionsrates JO im Landtag in Hannover, ein Gespräch mit Frau Vockert und Frau Schröder statt. Im Dezember sicherte Frau Vockert einen Besuch in Syke zu und war gestern zu Gast. Aus ihrer beruflichen Tätigkeit informierte Frau Vockert über Möglichkeiten der Jugendarbeit, machte aber auch deutlich, welche Anforderungen Jugendliche an eine gut funktionierende Jugendarbeit in ihrem Umfeld stellen.

In der gemeinsamen Diskussion wurde schnell deutlich, die Neuausrichtung der Jugendarbeit in Syke kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen stattfinden. Vockert und Stier stellten diesen Punkt als äußerst wichtig heraus: „Die Jugendlichen, also die Kunden des Jugendkonzeptes, müssen sich mit diesem identifizieren können.“ Von Seiten der Vertreter aus dem Jugendpräventionsrat JO wurde auf das fehlende Angebot an Treffmöglichkeiten im Bereich der Jugendeinrichtungen hingewiesen. Markus Stier stellte für die CDU Fraktion ihre Vorstellungen für die Ausrichtung der Jugendarbeit in Syke vor. Für die CDU Fraktion ist wichtig, die Politik schafft die Rahmenbedingungen, für den Inhalt sind die Fachleute zuständig. Im Bereich des Mädchenkulturhauses Zebra Orange, dass Stier als Beispiel nutze, wird deutlich, die Stadt kann Angebote aufgreifen und anbieten. „Dies geht genau in unsere Richtung, die Angebotsvielfalt wird von einer zentrale Stelle im Rathaus koordiniert“, so Stier.

Dieser Punkt wurde auch im Rahmen der Diskussion eingefordert. Die anwesenden Jugendlichen wünschen sich eine zentrale Jugendarbeit, die in den vorhandenen Einrichtungen Jugendkulturhaus am Lindhof und in der Barrier Butze stattfinden. Die Anwesenden berichteten aus ihren Erfahrungen mit den Einrichtungen und ihren Wünschen. Diese wurden dann am Ende der Diskussion in Ziele formuliert. Diese Ziele fließen in die Beratungen der CDU Fraktion ein. Markus Stier: „Diese Ziele sind Grundlage unserer Arbeit. Wir haben mehrfach unser Unverständnis über die jetzige Beratung geäußert. Für uns ist wichtig, Jugendarbeit ist ein stetig wandelnder Prozess der sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren muss. Das heißt die Angebote müssen ständig geprüft und hinterfragt werden.“ Stier weiter: „Das Thema wird uns zu stiefmütterlich behandelt. Wir werden die Ziele des heutigen Abends in die Beratungen einbringen. Für uns steht fest, wir sind für den Erhalt der Barrier Butze und des Jugendkulturzentrums Am Lindhof. Mit uns wird es keine Diskussion über einen Verkauf geben.“

Für die CDU Fraktion im Rat der Stadt Syke heißt dies:

Zentralisierung des Angebotes sowohl räumlich, wie auch koordinatorisch. Erhalt der Einrichtungen Lindhof und Barrier Butze, Ausbau des vorhandenen Angebotes. Solide finanzielle Ausstattung der Einrichtungen für Bauunterhaltung und Angebotsvielfalt. Und als neuer Punkt: Die CDU Fraktion wird prüfen inwieweit eine neue Personalstelle im Bereich der Jugendarbeit notwendig ist. Stier: „Die Jugendlichen machten eines deutlich, die Jugendarbeit in Syke darf nicht nur in den Einrichtungen stattfinden sondern muss auf die Straße zu den Jugendlichen getragen werden. In diesem Punkt ist zu überlegen wie wir diese Anforderung leisten können – dazu halten wir jede Option offen.“

Für die CDU ist wichtig, wir planen mit den Beteiligten gemeinsam und nicht an ihnen vorbei, ein Beispiel dazu hatte Stier aus der aktuellem Anlass. „Ich investiere lieber in diese zusätzliche Stelle, als in einen Kindergartenneubau den die Eltern von Anfang an abgelehnt haben“, so Stier.

Zum Abschluss der Veranstaltung fasst es der Jugendpräventionsrat in seine Worte: „Die Erwachsenen denken zu kompliziert, macht es doch einfach und ihr werdet sehen es funktioniert, anstatt immer nur zu diskutieren. Gesagt getan, die Ziele stehen für die CDU Fraktion fest, jetzt müssen wir noch die anderen Fraktionen überzeugen!

Verantwortlicher: Markus Stier, Fraktionsvorsitzender

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