18.04.08 CDU Fraktion unterstützt Vorschlag der Verwaltung zum Mädchenkulturhaus Zebra Orange

Der Vorschlag der Stadtverwaltung, das Mädchenkulturhaus Zebra Orange weiter zu betreiben, wird von der CDU Fraktion im Rat der Stadt Syke begrüßt. Nachdem der Verein mitteilte, das Mädchenkulturhaus Zebra Orange im Mai diesen Jahres zu schließen und der Verein das Projekt Mädchenkulturhaus als endgültig für beendet erklärte, ist die Verwaltung mit einem eigenen Projekt in diese Lücke eingestiegen.

Der Vorschlag der Verwaltung, die Räume an der Bassumer Landstraße für drei weitere Monate anzumieten und den offenen Treff am Donnerstag mit Mitarbeitern des Jugendhauses weiter zu gewährleisten, wird ausdrücklich von der CDU Fraktion begrüßt. Weitere Projekte in der geschlechterspezifischen Arbeit wurden in diesem Rahmen von der Verwaltung ebenfalls bereits geplant und vorgestellt.

Stier macht deutlich: „Der Verein hat Politik und Verwaltung gegenüber unmissverständlich erklärt, die Arbeit einzustellen. Darauf hin wurden im Fachausschuss die Finanzmittel für geschlechterspezifische Arbeit zweckgebunden. Diese Finanzmittel werden nun für die Fortführung dieser Arbeit verwendet.“ Stier lobt die schnelle Umsetzung der Verwaltung in diesem Punkt und macht deutlich: „Wichtig bleibt doch, das Angebot geht weiter. Nachdem der Verein das Projekt beendet hat, führt es die Verwaltung unter ihrer Regie weiter. Genau das ist es, was wir uns wünschen. So möchten wir die Jugendarbeit in Syke aufgestellt haben. Zentral von der Stadt aus koordiniert und mit externen und internen Fachleuten besetzt. Somit ist sichergestellt, dass die Arbeit auch durch externe Fachleute an Attraktivität gewinnt.“

Bisher machten Vertreter anderer Fraktionen ein festhalten an den Einrichtungen INTAKT und Zebra Orange als Bedingung für ein neues Jugendkonzept deutlich. Ohne diese Einrichtungen wäre keine erfolgreiche Jugendarbeit in Syke leistbar. Dem stellt die CDU Fraktion ihr Konzept entgegen. Dieses Konzept sieht vor, die Jugendarbeit unter zentraler Führung der Stadtverwaltung anzusiedeln. Die Arbeit wird durch städtische Mitarbeiter, durch externe Fachkräfte auf Honorarbasis und von Ehrenamtlichen durchgeführt. „Wir sehen darin eine viel größere Vielfalt des Angebotes und somit eine Steigerung der Attraktivität der geleisteten Jugendarbeit“, so Stier.

Nach Meinung der CDU könnte das Jugendkonzept schon längst erarbeitet sein. Allerdings hat die Mehrheit der Fraktionsvorsitzenden sich auf die Zeitspanne bis zum 31.12.2008 geeinigt. Bis dahin sollen Zielvereinbarungen gemeinsam mit Betroffenen diskutiert und im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2009 finanziell untermauert werden.

Stier stellt klar: „Für uns heißt die Erarbeitung eines Jugendkonzeptes die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Soll heißen, wir legen fest wie die Grundausstattung der Jugendarbeit in unserer Stadt aussieht. Dafür stellen wir die nötigen Finanzmittel zur Verfügung. Das Konzept mit Leben füllen ist Aufgabe der Verwaltung und der Einrichtungen mit ihren Fachleuten, gemeinsam mit den Jugendlichen. Das können nicht wir, das müssen die Nutzer des Konzeptes mittragen, nämlich die Jugendlichen selbst.“
Der eingeschlagene Weg ist aus Sicht der CDU Fraktion zu undurchschaubar für die Jugendlichen. „Wenn man die Jugendlichen nicht von Anfang an mitnimmt, dann wird das neue Konzept keine Akzeptanz finden“, so Stier.

Text von  Markus Stier, Fraktionsvorsitzender

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