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15.09.2007 CDU-Fraktion ist mit Neuanfang zufrieden |
Positive Bilanz nach erstem Jahr der Wahlperiode Syker-Kurier Von Redakteur Ralf Michel
| SYKE. Eine ganze Reihe der im Wahlprogramm angestrebten Ziele abgearbeitet oder zumindest auf den Weg gebracht, das Verhältnis zum Bürgermeister gekittet, eine vernünftige Zusammenarbeit mit den anderen Ratsfraktionen erreicht (gelegentliches Kopfschütteln über die SPD inklusive) - ein Jahr nach der Kommunalwahl zieht die Syker CDU-Ratsfraktion eine rundum positive Zwischenbilanz. Fast die Hälfte dessen, was sich die CDU für die Wahlperiode vorgenommen hatte, sei "auf gutem Wege", urteilt Fraktionschef Markus Stier und betont dabei die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen.
"Natürlich haben wir das nicht alles alleine geschafft." Zu nennen seien unter anderem Themen wie der Schuldenabbau, die Ausweitung der Ganztagsbetreuung, die Belebung des Stadtmarketingprozesses oder auch die Entwicklung eines Jugendkonzeptes. Wobei es gelegentlich aber auch Ansätze für Kritik gebe. Etwa beim Jugendkonzept: "Die Verwaltung gestaltet diesen Prozess zu langatmig", erklärt Stier. "Und wir schaffen es wieder nicht, die Jugendlichen zu beteiligen. "Zufrieden ist die CDU bei einem anderen ehemals heiß diskutierten Thema - der Wirtschaftsförderung. Das Modell mit Hauptamtsleiter Hein Sievers als "Ansprechpartner für die Wirtschaft" funktioniere. Zumindest höre man nichts Gegenteiliges von den Gewerbetreibenden. "Auf jeden Fall sind sie zufriedener als vorher, als das der Bürgermeister gemacht hat", berichtet Stier. Man werde hier zwar noch gezielter nachfragen müssen, "aber im Moment ist die Entwicklung im Gewerbegebiet sehr gut. "Apropos Bürgermeister - in der Zusammenarbeit mit Harald Behrens wollte die CDU nach der Wahl einen Neuanfang: "Ist gelungen, wir merken eine deutliche Verbesserung, tauschen uns regelmäßig mit dem Bürgermeister aus und pflegen auch den kurzen Dienstweg im direkten Gespräch." Ein Punkt, an dem sich Stier eine Spitze in Richtung ehemaligem Koalitionspartner nicht verkneifen kann: Insbesondere bei der SPD-Führung habe man den Eindruck, "dass überhaupt kein Interesse an guter Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und der Verwaltung besteht. "Den Blick auf kommende Aufgaben gerichtet, hat die CDU vor allem den neuen Zwei-Gruppen-Kindergarten im Visier. Mit dem Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung am Lindhof gebe es eine kostengünstige Variante mit idealer Infrastruktur. Kein Verständnis habe man daher für die erneute Vertagung dieser Frage durch SPD und FDP. "Die haben das ins Thema Gesundheitsamt geschoben, wo es überhaupt nichts zu suchen hat", ärgert sich Stier. Von "Sturheit", spricht sein Stellvertreter Wilken Hartje, der an die Verkehrsprobleme erinnert und daran, dass das ehemalige Gesundheitsamt von der Südstadt aus jenseits der L 333 liegt. "Warum dort jetzt mit schierer Gewalt einen Kindergarten einrichten? "Auf gleicher Linie wie die SPD liegt die CDU dagegen in Sachen Hauptstraße. Der Verkehr solle von der Z-Kreuzung aus jeweils als Einbahnstraße in beide Richtungen fließen können. "Aber wir wollen hier niemandem etwas überstülpen", betont Stier. "Es wird noch Gespräche mit den Anliegern geben." Ein wichtiges Thema sei zudem die Pflege der städtischen Immobilien. Hier hinke die Stadt gerade in den Ortsteilen hinterher. "Wir müssen uns fragen, wo wir investieren", nicht zuletzt auch, um dem Engagement der Vereine Rechnung zu tragen, wie derzeit vor allem in Okel (Sporthalle) und Wachendorf (Schießsporthalle).Forcieren will die CDU die interkommunale Zusammenarbeit. Nächste Woche gibt es ein Treffen mit den CDU-Vertretern aus Stuhr, Weyhe und Bassum. Man wolle verdeutlichen, "dass hier im Norden die Geige des Landkreises spielt."
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